Best Practices zur Absicherung Ihrer WordPress-Website gegen Cyberangriffe

Als beliebtestes Content-Management-System der Welt ist WordPress auch das am häufigsten angegriffene CMS für Hacker geworden. Laut aktuellen Sicherheitsberichten von Sucuri, liefen 94,23 % aller infizierten Websites mit WordPress, während 2,49 % mit Joomla und knapp dahinter 1,28 % mit Drupal betrieben wurden. Dies lässt viele zu der irrtümlichen Annahme kommen, dass WordPress im Vergleich zu seinen Mitbewerbern eine unsichere Plattform sei.

In Wahrheit ist der WordPress-Kern vergleichbar, wenn nicht genauso sicher, als von konkurrierende Plattformen. Mit Stand vom 6. April 2021, seit der ersten Veröffentlichung, hat Drupal 333 allgemeine Schwachstellen und Gefährdungen, sogenannte CVEs (Common Vulnerabilities and Exposures), gemeldet. Joomla 382 und WordPress 342. Von den drei Plattformen siedelt sich der WordPress-Core im Mittelfeld an.

Warum gilt WordPress als so angreifbar?

Das Reizvolle an WordPress ist, dass es durch eine Vielzahl an Plugins leicht erweiterbar ist. Diese Plugins werden nicht routinemäßig vom WordPress-Kernteam auf Schwachstellen überprüft. Jeder WordPress Plugin Entwickler ist mehr oder weniger selbst für die Qualität und Sicherung seines veröffentlichten Codes verantwortlich. Dies und die Tatsache, dass WordPress das beliebteste CMS ist, bedeutet, dass es ständig von Bots angegriffen wird, die nach bekannten Sicherheitslücken suchen.

Die andere häufigste Ursache für Probleme mit WordPress ist die geringe bis gar keine Wartung der Plattform, sobald eine Website gestartet ist verwahrlost diese zu häufig. Allzu oft wird WordPress von Endanwendern wegen seiner Benutzerfreundlichkeit ausgewählt, ohne dass sie wissen, wie man eine Website langfristig richtig pflegt und absichert.

WordPress kann sehr sicher eingesetzt und verwendet werden, wenn es richtig gewartet wird. Es gibt große Website Betreiber die WordPress im Einsatz haben, darunter: Tagesschau, XING, SAP, Daimler, Reuters und Vogue. Was beweist, dass eine Vielzahl von großen Organisationen dieser Plattform vertrauen, um ihre Informationen sicher zu publizieren und bereitzustellen. Sie schaffen das aber nur, indem sie eine Reihe von Entwicklungs- und Wartungsprinzipien befolgen, und wenn diese befolgt werden, minimiert sich das Risiko erfolgreicher Angriffe von außen.

Wie sichere ich meine WordPress Website ab?

Wenn Sie die folgenden Schritte befolgen, können Sie eine WordPress-Site genauso sicher halten, wie jede andere konkurrierende CMS-Plattform.

Planung der Entwicklung priorisieren

Allzu oft lösen Entwickler Anforderungen und Problemstellungen direkt mit WordPress, indem sie es sich einfach machen und ein Plugin von der Stange wählen, um eine schnelle Lösung zu haben. Dies führt zu einer aufgeblähten WordPress-Installation mit vielen Plugins mit vielleicht unseriöser Quelle, die die Sicherheit der Umgebung der Website maßgeblich mindert.

Verwenden Sie nur vertrauenswürdige Plugins, um zu verhindern das Ihre Website infiziert wird. Schauen Sie sich das Plugin erst in Ruhe an und probieren Sie es aus, bevor Sie es dauerhaft im Einsatz haben. Lesen Sie sich auch Bewertungen und Kommentare zu einem Plugin durch. Sind vielleicht in der Vergangenheit schon bei einem Plugin, was Sie installieren wollen, Sicherheitslücken gemeldet worden? Und sind die Sicherheitslücken auch rasch geschlossen worden?

Aktualisierung von WordPress sowie Plugins

Vielleicht schaffen Sie eine Problemlösung oder Umsetzung einer Anforderung, auch ohne den Einsatz eines Plugins, und holen sich somit auch keinen Drittanbieter ins Boot.

Da die häufigste Ursache für Infektionen auf eine unsachgemäß gewartete Website zurückzuführen ist, kann dieses Problem theoretisch leicht vermieden werden. Indem Sie sowohl Ihre WordPress-Installation als auch die WordPress-Plugins von Drittanbietern immer auf dem aktuellsten Stand halten. Wenn Sie nur bekannte und weit verbreitete Plugins verwenden, ist das Risiko, dass ein Plugin nicht mehr gewartet wird, minimal.

Wenn ein Plugin jedoch nicht mehr gewartet wird, oder sogar das ganze Projekt eingestellt wurde, entfernen Sie es so schnell wie möglich und ersetzen die ehemalige Funktionalität. Nicht gewartete Plugins sind ein Garant für eine Sicherheitslücke in der eigenen Website.

WordPress-Sicherheits-Plugins und Zwei-Faktor-Authentifizierung

Mehrere seriöse Plugin-Entwickler haben Plugins veröffentlicht, wie zum Beispiel Security Ninja oder WordFence, welche aktiv Ihre WordPress-Installation überwachen und sogar vor Zero-Day-Sicherheitslücken warnen und schützen. Setzen Sie eines diese Plugins ein, um Ihre Website sicherer zu machen. Die Plugins überwachen Ihre Website auf Dateiänderungen und bekannte Sicherheitslücken und setzen zusätzlich auf eine Software basierte Firewall für häufig auftretende Angriffe.

Stellen Sie außerdem sicher, dass Ihre Website eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für alle Benutzer verwendet, die die Berechtigungen besitzen, den Inhalt Ihrer Website zu bearbeiten. Dadurch wird das Risiko nochmals minimiert. So dass zum Beispiel verhindert wird das Methoden eingesetzt werden, um Zugangsdaten von einer infizierten Website zu erlangen.

Nutzen Sie Managed WordPress Hosting Anbieter

Managed WordPress-Hoster sind in letzter Zeit sehr populär geworden, da sie das richtige WP-Hosting und die Wartung erheblich vereinfachen. Die Verwendung eines Managed WordPress Hostings wie Mittwald oder Ionos kann Ihnen helfen, Ihre Website konstant sicherer zu machen, indem die Systemdateien der Website für den mietenden Kunden gesperrt werden. Um zu verhindern, dass infizierte Websites das Verhalten auf Host-Ebene ändern.

Managed Hoster bieten häufig regelmäßige Backups, Web Application Firewalls, DDOS-Schutz und CDNs – großartige Tools zur Verbesserung der Leistung und der Minimierung des Risikos für eine theoretisch anfällige Website.

Fazit

WordPress ist sowohl eine leistungsstarke als auch sichere Plattform, auf der jede Art von Website betrieben werden kann. Aber nur wenn Sie sich zu Best Practices in der Softwareentwicklung entscheiden und einer langfristigen Wartung verpflichten. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass Sie mit der WordPress-Plattform die intuitivste, einfach zu bedienende Backend-Oberfläche, sowie leistungsstarke SEO-Unterstützung und zudem eine gute Anpassbarkeit erhalten.

Wenn Sie daran interessiert sind, Ihre Website in WordPress zu erstellen oder von einer anderen Plattform zu WordPress zu wechseln, aber nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, würde ich mich gerne mit Ihnen unterhalten. Ich verfüge über umfangreiche Erfahrungen in der Unterstützsung von Unternehmen bei der Erstellung von sicheren Websites, die die Geschäftsziele unterstützen. Sprechen Sie mich an.

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